Sonntag, 30. August 2015
Tag 27 – 4 Wochen – 1/3
Wochenrückblick

Montag
Wir haben uns am Montag Duwisib Castle angeschaut. Das ist ungefähr 80km entfernt. Wir konnten leider erst etwas später los, da wir warten mussten bis die Spontangäste fertig gefrühstückt und bezahlt haben. Wir sind gegen 9.30Uhr los gefahren. Die komplette Straße war nicht geteert, wie so üblich für Namibia.

Auf der ganzen Strecke kamen uns nur 3 Autos entgegen. Ein Teil der Strecke führte uns vorbei an Farmland, welches Aileen und Guido letztes Jahr verkauft haben. Der letzte Teil der Strecke war wie eine Achterbahnfahrt. Es ging rauf und wieder runter. Ein großer Spaß für die Kids.

Wir haben uns als wir dort waren Duwisib Castle angeschaut, haben dann etwas getrunken und haben dann einen kleinen Spaziergang gemacht, bevor wir uns dann zum Mittagessen wieder in den Innenhof gesetzt haben.



Unser kurzer Spaziergang führte uns zu dem Gästehaus, welches in der Nähe war, da Aileen den Besitzer kennt, aber dieser war nicht da.

Als wir beim Mittagessen saßen tauchten auf einmal die Gäste, die wir am Morgen verabschiedet hatten, auf :D Also haben wir uns mit denen noch einmal kurz unterhalten. Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal einen kurzen Stopp (1h :D) an einem Roadhouse angehalten. Aileen wollte da schon immer mal anhalten. Dort angekommen stellte sich heraus, dass die Eigentümerin Deutsch kann und Guido kennt. Wir haben dort einen Kaffee getrunken und die vielen Welpen angeschaut. Es ist gerade in der Überlegung, ob Aileen nicht Guido einen zum Geburtstag schenkt. Gegen 16.30 Uhr waren wir dann wieder an der Farm und haben uns dann oben am Pool noch eine Weile unterhalten, während die Kinder mit dem Wasser spielten.

Dienstag
In der Nacht zum Dienstag ging kurz vor Mitternacht ein Gewitter los. Kurze Zeit später fing es dann auch heftig an mit Regnen. Nach einer halben Stunde war dann aber wieder Ruhe. Tagsüber hatte es dann noch einmal kurz geregnet. Ansonsten verlief der Dienstag wie immer ab. Habe vormittags und nachmittags an Projekten gearbeitet. Am Abend hatte es dann nochmal ordentlich gestürmt. Alles hatte geklappert. Zum Glück ging das nur 10min. Wir durften diesmal mit Aileens Auto fahren, weil Guido an dem anderen bisschen rumbasteln wollte. Ach war das schön mal wieder mit einem Auto zu fahren, was auch ordentlich fuhr :D

Mittwoch
Der Mittwoch lief auch wieder ganz typisch ab. Allerdings hatten wir auf dem „Weg zur Arbeit“ die Giraffen gesehen. Am späten Nachmittag gab es in der Ferne ein Gewitter und in Folge dessen Stromausfall. Keiner konnte genau sagen, wie lange der Strom wegbleibt. In der Regenzeit kommt e wohl ziemlich oft vor, dass der Strom ausfällt und es kann auch mal bis zu zwei Tage dauern bis der wieder kommt. Unten am Farmhaus haben sie zum Glück ein Generator. Wir haben dann unten mit Abendbrot gegessen, damit wir oben nicht im Dunkeln essen mussten. Oben angekommen haben Christiane und ich uns erstmal mit Kerzen ausgestattet. Vorher hatten wir nochmal geschaut, ob der Strom nicht zufällig hier oben auf der Lodge geht. Dem war aber nicht so. Wir sind also vollbepackt mit Kerzen zu unseren Zimmern und auf einmal meinte Christiane das Licht geht :D Also haben wir die Kerzen umsonst geholt. Echt fast perfektes Timing mit dem Strom.

Donnerstag
Am Morgen hatte mir Aileen eine Whatsapp geschickt, dass wir spontan noch Gäste bekommen und ich doch bitte das Chalet vorbereiten soll. Mittags gab es noch einmal kurz Stromausfall, aber ansonsten wurde das Wetter wieder besser.

Freitag
Wir sind morgens schon 7.30Uhr Richtung Maltahöhe aufgebrochen, dort haben wir ein paar Erledigungen gemacht und Anna abgeholt. Wieder an der Farm habe ich noch ein bisschen gearbeitet. Gegen 12.30Uhr kam Guidos Großcousin mit Frau und Kind. Wir haben alles gemeinsam Mittag gegessen. Nach der Mittagsruhe sind Christiane und ich mit dem Besuch wieder runter gefahren und es gab Kaffee trinken. Außerdem konnten die Kinder noch ein bisschen zusammen spielen. Wir sind dann zu den alten Ruinen gefahren um einen Sundowner zu machen.

Im Gespräch stellte sich heraus, das Guidos Großcousin, der in Namibia aufgewachsen ist, sein Abitur am gleich Gymnasium wie ich gemacht habe. Da hab ich nicht schlecht gestaunt. Aileen hatte halt erwähnt, dass ich aus dem Raum Leipzig komme und da meinte er, dass er mal in Markkleeberg gewohnt hatte. Das fand ich schon echt erstaunlich. Ich meinte dann, dass ich da auch wohne und da hat er gefragt: in Markkleeberg West? Ich so, ja. Dann hat er erzählt, dass er sein Abitur auf der Rudolf-Hildebrand-Schule gemacht hat. In dem Moment hab ich nicht schlecht geschaut. Er konnte sich sogar noch an die Namen von zwei Lehrern erinnern, die zu meiner Zeit auch noch unterrichteten. Also Zufälle gibt’s. Abendbrot hatte Anna für uns alle oben an der Lodge zubereitet.

Samstag
E gab um 9Uhr Frühstück. Eigentlich wollten wir danach eine Fahrt über die Farm machen, aber Guido kam nicht, da er noch unten beschäftigt war. Also haben wir das dann auf den Nachmittag verschoben. Stattdessen haben die 3 Kids zusammen gespielt. Nach der Mittagspause haben wir dann die Fahrt gemacht. Christiane und Aileen sind nicht mitgekommen. Wir haben diesmal sogar einige Tiere gesehen – Oryx, Kudus, Gnus, Rinder, Perlhühner, Warzenschweine und Springböcke.

Mit einem Strauß hatten wir uns sogar ein kleines Wettrennen geliefert. Einen Schakal haben wir auch getroffen und Guido wollte ihn eigentlich erschießen, aber er ist entwischt. Oben an der Lodge gab es dann wieder Potije und Melktarte zum Nachtisch. Echt lecker!

Als wir am Feuer saßen, kamen dann auch noch Gäste, die sich etwas mit der Entfernung verschätzt hatten.

Sonntag
Heute gab es wieder um 9 Uhr Frühstück. Guido kam auch mit dem Quad hoch zur Lodge, damit die Kinder noch eine Runde fahren konnten, wobei eigentlich nur Guidos Verwandter gefahren ist. Im Anschluss ist Guidos Großcousin mit Familie noch mit runter zum Farmhaus, damit die Kinder noch ein bisschen zusammen spielen konnten. Ich habe jetzt eigentlich frei, bis die nächsten Gäste kommen, aber so richtig frei hat man ja doch nicht, weil man ständig in Alarmbereitschaft ist und man auch nicht weg kann. Gegen 15Uhr sind sie gekommen.