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Noch 41 Tage, falls ich mich nicht verzählt habe
Es liegt eine turbulente und anstrengende Woche hinter mir. Konnte Sonntag leider nichts Neues berichten, da einfach keine Zeit war.
Von Montag bis Mittwoch letzter Woche waren Christiane, Aileen, die Kinder und ich im „Urlaub“. Wir waren auf der Namib Valley’s of Thousand Hills Lodge für 2 Nächte. Wir waren ca. 4h unterwegs inklusive Pause in Solitaire. In Solitaire gibt es eine in Namibia sehr bekannte Bäckerei. Wir sind morgens gegen halb 10 los gefahren. Unser Weg führte uns auch durch die Naukluft Berge. Auf dem Weg zur Lodge hab ich dann endlich mal Zebras gesehen :D Dort wimmelte es quasi von Zebras! Ich habe mir mit Christiane einen Bungalow geteilt. Die Aussicht, die man dort hatte war schon echt schön. Leider war es ein bisschen diesig, da es sehr windig war und somit der Staub aufgewirbelt wurde. Wir haben am Nachmittag nicht mehr viel gemacht. Ich hatte mich ein bisschen hingelegt, weil ich Migräne hatte und die Kinder haben auch ein wenig geschlafen. Wir haben dann nur noch ein kurzen Spaziergang zu dem Campingplatz, den es dort auch gab, gemacht. Abends haben wir dann Nudeln mit Tomatensoße gegessen. Es gab eine Gemeinschaftsküche für die 5 Bungalows, aber wir waren die einzigen in der ersten Nacht. Am nächsten Tag sind wir zum zukünftigen Restaurant gelaufen. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, ehe es eröffnet wird. Da wir rechtzeitig zurück waren, haben wir uns danach noch auf eine 4x4 Route begeben. Uns wurde gesagt, dass diese nur 3-4km lang ist. Es ging entlang auf schmalen, holprigen Wegen mit dem Auto. Wir haben wieder viele Zebras gesehen und auch Oryxherden. Einmal haben wir angehalten, um besser Fotos machen zu können. Leider mussten wir feststellen, dass das nicht der perfekte Ort gewesen ist, denn wir hatten uns im Sand festgefahren. Also hat Aileen von allen Reifen Luft abgelassen und Christiane und Ich haben angeschoben. Zum Glück hat das alles so funktioniert, denn wir hatten kein Wasser mit und hätten sonst zurück laufen müssen. Es war schon sehr warm dort. Und der Weg war auch länger als nur 3-4km. Außerdem haben wir uns nicht richtig zu recht gefunden, weil der Weg nicht wirklich ausgeschildert gewesen ist. Irgendwann standen wir vor einem Tor, welches abgeschlossen war. Also sind wir dann den Weg wieder zurück gefahren. War schon sehr aufregend. Nach dem Mittagessen haben wir uns dann alle ein bisschen hingelegt. Am späten Nachmittag haben wir dann ein Feuer gemacht und abends gegrillt. Es kamen an dem Tag außerdem noch zwei Familien, welche sich kannten. Sie hatten auch echt Pech. Die eine Familie ist abends zu der anderen Familie mit dem Auto zum Bungalow gefahren, damit sie nicht die ganzen Essenssachen schleppen mussten. Sie hatten Ihr Auto vor das Auto der anderen gestellt. Als es dann dunkel war, ist der einen Familie aufgefallen, dass sie ihren Schlüssel zum Bungalow nicht mehr finden. Sie haben echt alles abgesucht. Das nächste Problem war dann, dass das Auto das vor dem anderen stand einen Platten hatte und sie somit nicht zum Vermieter fahren konnten. Eine Nummer von ihm hatte auch keiner. Der Schlüssel ist nach einem Hinweis von Aileen dann glücklicherweise doch noch aufgetaucht. Am Mittwoch haben wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Rückweg gemacht und kurz in Solitaire zum Tanken gehalten. Wir haben außerdem in Malatahöhe noch einen Großeinkauf gemacht, weil wir am nächsten Tag einen Bus erwartet haben. Gegen 14Uhr waren wir dann wieder auf der Farm. Die Paviane haben oben auf der Lodge während unserer Abwesenheit gewütet. Es sah furchtbar aus, wobei Guido schon wieder viel aufgeräumt hatte. Den Nachmittag habe ich dann noch gearbeitet. Am Donnerstag gab es dann viel zu tun, weil wir einen Bus mit 22 Leuten erwarteten. Es wurden Tische hin und her geschleppt, Souvenirregale abgestaubt, Gläser poliert, Zimmer hergerichtet,… Gegen 12.45 kam dann der Bus mit den Holländern an. Aber sie machten alle einen sehr netten Eindruck und manche kramten ihre Deutschkenntnisse heraus. Nach dem Mittagessen waren sie aber gar nicht lange da, sondern sind zurück nach Maltahöhe, weil sie sich da einen Kinderchor anhören wollten. Nur 3 Leute sind hier geblieben und haben sich etwas ausgeruht. Als sie dann alle wieder kamen, stand eigentlich schon der nächste Programmpunkt auf dem Plan, nämlich der Nature Drive. Las dann abends alle wieder ankamen hatten sie auch ordentlich Hunger und so gab es dann Abendbrot. Nach dem Abendbrot sind viele ins Bett gegangen, nur eine Frau kam dann noch an die Bar und hat bis halb 11 mit uns gequatscht. Am Freitag gab es dann halb 8 Frühstück. Eine Frau hatte Geburtstag weshalb noch gesungen wurde und es Kuchen gab. Der Tourguide ist dann schon einmal los, weil er die 17km bis Maltahöhe joggen wollte. Dort haben die anderen ihn dann wieder eingesammelt. Am Freitagvormittag habe ich dann wieder von unten aus gearbeitet. Abends gegen 18.30Uhr kamen dann die dänischen Jäger. Gegen 19.45 gab es dann Abendbrot und danach waren sie auch relativ früh im Bett. Am Samstag musste ich erst um 9Uhr anfangen, wobei die Jäger schon morgens um 6 los gefahren sind zum Wachteln schießen. Am Vormittag habe ich dann mit Aileen zusammen eine Hygieneschulung für die Angestellten gemacht. Die Jäger kamen gegen 11Uhr dann auch mit etwa 20 Wachteln wieder und sind dann nochmal los, um ihre Gewehre einzuschießen. Gegen 13Uhr gab es dann Mittagessen und dann war Mittagspause für die Jäger angesagt. 15.30Uhr gab es dann Kaffee und 16Uhr waren sie dann wieder unterwegs. Einer der Jäger hatte dann auch einen Oryx geschossen. Der eine Jäger war dann auch recht zeitig zurück, wobei die anderen erst gegen 19Uhr wieder kamen. Ich habe dann erfahren, dass der eine vor 4 Jahren vom Blitz getroffen wurde und seitdem unter anderem Probleme mit der Konzentration hat. Er hatte sich dann auch vor dem Abendbrot zurückgezogen. Zum Abendbrot gab es dann Wachtelbrust als Vorspeise, von den am Morgen geschossenen Wachteln. Nach dem Abendbrot sind dann auch wieder alle ins Bett. Am Sonntag sind die Jäger wieder um 6 losgezogen zum Wachteln schießen. Ich musste zum Glück erst um 10Uhr anfangen, weil es diesmal erst ein spätes Frühstück gab. Wenn Jäger da sind, isst man auch mit denen gemeinsam am Tisch. Dann hieß es Tische schleppen, da wir eine Gruppe von 12 Studenten erwarteten. Nachdem dann alles soweit vorbereitet war, hatte ich mich dann mittags mit Guido ein bisschen über das Jagen unterhalten. Nachmittags habe ich mich dann auch ein bisschen ausgeruht, weil die Jäger unterwegs waren und die Studenten sich erst für den späten angekündigt haben. Wir haben dann gegen 17.30Uhr Feuer gemacht und ein Potije, sowie Stockbrot. Die Studenten kamen dann erst gegen halb 9 an und haben es auch nicht den Berg hoch geschafft. Also musste Guido den ihren Anhänger an sein Auto machen und dann kam sie irgendwie hoch. Es gab dann auch gleich Abendbrot für alle. Die Jäger sind dann gegen 10Uhr ins Bett, während noch einige von den Studenten mit Guido und mir bis 23.45Uhr an der Bar saßen. Am Montag gab es dann um 8Uhr Frühstück für die Studenten. Fast alle von Ihnen waren vorher noch auf dem 5km Wanderweg. Nach dem Frühstück wollten sie noch nach Maltahöhe fahren und eine Schule besuchen. Auch wir sind nach Maltahöhe in einen Kindergarten gefahren, um Kleidung zu spenden, die Gäste da gelassen haben und auch um Fleisch zu spenden. Wir wurden sehr herzlich von den Kleinen empfangen, auch wenn sie am Anfang etwas skeptisch waren. Doch dann wurde für uns getanzt und gesungen. Sie haben sich riesig über Luftballons und Lollis gefreut. Es ist eine ganz andere Welt. Man kann sich das gar nicht so vorstellen. Zum Schluss kamen einige von den Kindern auf uns zu und wollten, dass wir die Luft aus ihren Luftballon wieder raus machen, weil sie gemerkt haben, dass er dann ja ganz einfach in den Rucksack passt und man ihn mit nach Hause nehmen kann. Danach waren wir noch einkaufen, weil durch den Bus und die Jäger recht viel verbraucht wurde. Mittags habe ich mit Christiane oben Mittag gegessen und wir haben uns eine Ewigkeit unterhalten. Dann war es irgendwann Zeit für das Kaffee trinken der Jäger. Eigentlich wollten mich die Jäger auch dazu überreden mit Jagen zu kommen, aber ich habe dankend abgelehnt. Aileen kam dann recht zeitig hoch und wir haben Fleisch verarbeitet und Spätzle gemacht. Es war der letzte Abend für die Jäger, aber sie waren wieder recht früh im Bett, da sie am nächsten Tag eine lange Reise vor sich hatten. Am Vorabend hatte einer der Jäger einen Oryx getroffen, aber sie konnten das Tier nicht finden und kamen ohne wieder. Sie hatten sich dann am nächsten Tag nochmal in aller Frühe auf die Suche gemacht, aber ergebnislos. Gegen Mittag waren sie dann am Dienstag abgereist. Den restlichen Nachmittag hatte ich dann frei und habe erstmal Mittagsschlaf gemacht und mich dann an Pool gelegt und gelesen. Gestern Vormittag habe ich wieder normal von unten aus gearbeitet und bin dann nachmittags wieder oben geblieben, weil wir wieder Gäste erwartet haben. Diese kamen aber erst nach 17Uhr und wollten auch gleich los, auf einen der Wanderwege. Gegen halb 8 haben sie dann Abendbrot gegessen und kurz vor um 9 sind sie dann ihr Zimmer. Heute Morgen habe ich erfahren, dass das gerade ihre Flitterwochen sind und sie insgesamt 4,5 Wochen unterwegs sind. 3 Wochen Namibia, 4 Tage Kapstadt und dann noch eine Woche Mauritius. Kurz nach 9 sind sie dann auch abgereist und ich habe dann unten wieder gearbeitet. Jetzt sitz ich wieder an der Bar und warte auf die nächsten Gäste, die heute kommen. Es sind heute 35°C. Der Sommer kommt so langsam.
katjainamerica am 24. September 15
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