Donnerstag, 24. September 2015
Noch 41 Tage, falls ich mich nicht verzählt habe
Es liegt eine turbulente und anstrengende Woche hinter mir. Konnte Sonntag leider nichts Neues berichten, da einfach keine Zeit war.
Von Montag bis Mittwoch letzter Woche waren Christiane, Aileen, die Kinder und ich im „Urlaub“. Wir waren auf der Namib Valley’s of Thousand Hills Lodge für 2 Nächte. Wir waren ca. 4h unterwegs inklusive Pause in Solitaire. In Solitaire gibt es eine in Namibia sehr bekannte Bäckerei. Wir sind morgens gegen halb 10 los gefahren. Unser Weg führte uns auch durch die Naukluft Berge. Auf dem Weg zur Lodge hab ich dann endlich mal Zebras gesehen :D Dort wimmelte es quasi von Zebras! Ich habe mir mit Christiane einen Bungalow geteilt. Die Aussicht, die man dort hatte war schon echt schön. Leider war es ein bisschen diesig, da es sehr windig war und somit der Staub aufgewirbelt wurde. Wir haben am Nachmittag nicht mehr viel gemacht. Ich hatte mich ein bisschen hingelegt, weil ich Migräne hatte und die Kinder haben auch ein wenig geschlafen. Wir haben dann nur noch ein kurzen Spaziergang zu dem Campingplatz, den es dort auch gab, gemacht. Abends haben wir dann Nudeln mit Tomatensoße gegessen. Es gab eine Gemeinschaftsküche für die 5 Bungalows, aber wir waren die einzigen in der ersten Nacht. Am nächsten Tag sind wir zum zukünftigen Restaurant gelaufen. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, ehe es eröffnet wird. Da wir rechtzeitig zurück waren, haben wir uns danach noch auf eine 4x4 Route begeben. Uns wurde gesagt, dass diese nur 3-4km lang ist. Es ging entlang auf schmalen, holprigen Wegen mit dem Auto. Wir haben wieder viele Zebras gesehen und auch Oryxherden. Einmal haben wir angehalten, um besser Fotos machen zu können. Leider mussten wir feststellen, dass das nicht der perfekte Ort gewesen ist, denn wir hatten uns im Sand festgefahren. Also hat Aileen von allen Reifen Luft abgelassen und Christiane und Ich haben angeschoben. Zum Glück hat das alles so funktioniert, denn wir hatten kein Wasser mit und hätten sonst zurück laufen müssen. Es war schon sehr warm dort. Und der Weg war auch länger als nur 3-4km. Außerdem haben wir uns nicht richtig zu recht gefunden, weil der Weg nicht wirklich ausgeschildert gewesen ist. Irgendwann standen wir vor einem Tor, welches abgeschlossen war. Also sind wir dann den Weg wieder zurück gefahren. War schon sehr aufregend. Nach dem Mittagessen haben wir uns dann alle ein bisschen hingelegt. Am späten Nachmittag haben wir dann ein Feuer gemacht und abends gegrillt. Es kamen an dem Tag außerdem noch zwei Familien, welche sich kannten. Sie hatten auch echt Pech. Die eine Familie ist abends zu der anderen Familie mit dem Auto zum Bungalow gefahren, damit sie nicht die ganzen Essenssachen schleppen mussten. Sie hatten Ihr Auto vor das Auto der anderen gestellt. Als es dann dunkel war, ist der einen Familie aufgefallen, dass sie ihren Schlüssel zum Bungalow nicht mehr finden. Sie haben echt alles abgesucht. Das nächste Problem war dann, dass das Auto das vor dem anderen stand einen Platten hatte und sie somit nicht zum Vermieter fahren konnten. Eine Nummer von ihm hatte auch keiner. Der Schlüssel ist nach einem Hinweis von Aileen dann glücklicherweise doch noch aufgetaucht. Am Mittwoch haben wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Rückweg gemacht und kurz in Solitaire zum Tanken gehalten. Wir haben außerdem in Malatahöhe noch einen Großeinkauf gemacht, weil wir am nächsten Tag einen Bus erwartet haben. Gegen 14Uhr waren wir dann wieder auf der Farm. Die Paviane haben oben auf der Lodge während unserer Abwesenheit gewütet. Es sah furchtbar aus, wobei Guido schon wieder viel aufgeräumt hatte. Den Nachmittag habe ich dann noch gearbeitet. Am Donnerstag gab es dann viel zu tun, weil wir einen Bus mit 22 Leuten erwarteten. Es wurden Tische hin und her geschleppt, Souvenirregale abgestaubt, Gläser poliert, Zimmer hergerichtet,… Gegen 12.45 kam dann der Bus mit den Holländern an. Aber sie machten alle einen sehr netten Eindruck und manche kramten ihre Deutschkenntnisse heraus. Nach dem Mittagessen waren sie aber gar nicht lange da, sondern sind zurück nach Maltahöhe, weil sie sich da einen Kinderchor anhören wollten. Nur 3 Leute sind hier geblieben und haben sich etwas ausgeruht. Als sie dann alle wieder kamen, stand eigentlich schon der nächste Programmpunkt auf dem Plan, nämlich der Nature Drive. Las dann abends alle wieder ankamen hatten sie auch ordentlich Hunger und so gab es dann Abendbrot. Nach dem Abendbrot sind viele ins Bett gegangen, nur eine Frau kam dann noch an die Bar und hat bis halb 11 mit uns gequatscht. Am Freitag gab es dann halb 8 Frühstück. Eine Frau hatte Geburtstag weshalb noch gesungen wurde und es Kuchen gab. Der Tourguide ist dann schon einmal los, weil er die 17km bis Maltahöhe joggen wollte. Dort haben die anderen ihn dann wieder eingesammelt. Am Freitagvormittag habe ich dann wieder von unten aus gearbeitet. Abends gegen 18.30Uhr kamen dann die dänischen Jäger. Gegen 19.45 gab es dann Abendbrot und danach waren sie auch relativ früh im Bett. Am Samstag musste ich erst um 9Uhr anfangen, wobei die Jäger schon morgens um 6 los gefahren sind zum Wachteln schießen. Am Vormittag habe ich dann mit Aileen zusammen eine Hygieneschulung für die Angestellten gemacht. Die Jäger kamen gegen 11Uhr dann auch mit etwa 20 Wachteln wieder und sind dann nochmal los, um ihre Gewehre einzuschießen. Gegen 13Uhr gab es dann Mittagessen und dann war Mittagspause für die Jäger angesagt. 15.30Uhr gab es dann Kaffee und 16Uhr waren sie dann wieder unterwegs. Einer der Jäger hatte dann auch einen Oryx geschossen. Der eine Jäger war dann auch recht zeitig zurück, wobei die anderen erst gegen 19Uhr wieder kamen. Ich habe dann erfahren, dass der eine vor 4 Jahren vom Blitz getroffen wurde und seitdem unter anderem Probleme mit der Konzentration hat. Er hatte sich dann auch vor dem Abendbrot zurückgezogen. Zum Abendbrot gab es dann Wachtelbrust als Vorspeise, von den am Morgen geschossenen Wachteln. Nach dem Abendbrot sind dann auch wieder alle ins Bett. Am Sonntag sind die Jäger wieder um 6 losgezogen zum Wachteln schießen. Ich musste zum Glück erst um 10Uhr anfangen, weil es diesmal erst ein spätes Frühstück gab. Wenn Jäger da sind, isst man auch mit denen gemeinsam am Tisch. Dann hieß es Tische schleppen, da wir eine Gruppe von 12 Studenten erwarteten. Nachdem dann alles soweit vorbereitet war, hatte ich mich dann mittags mit Guido ein bisschen über das Jagen unterhalten. Nachmittags habe ich mich dann auch ein bisschen ausgeruht, weil die Jäger unterwegs waren und die Studenten sich erst für den späten angekündigt haben. Wir haben dann gegen 17.30Uhr Feuer gemacht und ein Potije, sowie Stockbrot. Die Studenten kamen dann erst gegen halb 9 an und haben es auch nicht den Berg hoch geschafft. Also musste Guido den ihren Anhänger an sein Auto machen und dann kam sie irgendwie hoch. Es gab dann auch gleich Abendbrot für alle. Die Jäger sind dann gegen 10Uhr ins Bett, während noch einige von den Studenten mit Guido und mir bis 23.45Uhr an der Bar saßen. Am Montag gab es dann um 8Uhr Frühstück für die Studenten. Fast alle von Ihnen waren vorher noch auf dem 5km Wanderweg. Nach dem Frühstück wollten sie noch nach Maltahöhe fahren und eine Schule besuchen. Auch wir sind nach Maltahöhe in einen Kindergarten gefahren, um Kleidung zu spenden, die Gäste da gelassen haben und auch um Fleisch zu spenden. Wir wurden sehr herzlich von den Kleinen empfangen, auch wenn sie am Anfang etwas skeptisch waren. Doch dann wurde für uns getanzt und gesungen. Sie haben sich riesig über Luftballons und Lollis gefreut. Es ist eine ganz andere Welt. Man kann sich das gar nicht so vorstellen. Zum Schluss kamen einige von den Kindern auf uns zu und wollten, dass wir die Luft aus ihren Luftballon wieder raus machen, weil sie gemerkt haben, dass er dann ja ganz einfach in den Rucksack passt und man ihn mit nach Hause nehmen kann. Danach waren wir noch einkaufen, weil durch den Bus und die Jäger recht viel verbraucht wurde. Mittags habe ich mit Christiane oben Mittag gegessen und wir haben uns eine Ewigkeit unterhalten. Dann war es irgendwann Zeit für das Kaffee trinken der Jäger. Eigentlich wollten mich die Jäger auch dazu überreden mit Jagen zu kommen, aber ich habe dankend abgelehnt. Aileen kam dann recht zeitig hoch und wir haben Fleisch verarbeitet und Spätzle gemacht. Es war der letzte Abend für die Jäger, aber sie waren wieder recht früh im Bett, da sie am nächsten Tag eine lange Reise vor sich hatten. Am Vorabend hatte einer der Jäger einen Oryx getroffen, aber sie konnten das Tier nicht finden und kamen ohne wieder. Sie hatten sich dann am nächsten Tag nochmal in aller Frühe auf die Suche gemacht, aber ergebnislos. Gegen Mittag waren sie dann am Dienstag abgereist. Den restlichen Nachmittag hatte ich dann frei und habe erstmal Mittagsschlaf gemacht und mich dann an Pool gelegt und gelesen. Gestern Vormittag habe ich wieder normal von unten aus gearbeitet und bin dann nachmittags wieder oben geblieben, weil wir wieder Gäste erwartet haben. Diese kamen aber erst nach 17Uhr und wollten auch gleich los, auf einen der Wanderwege. Gegen halb 8 haben sie dann Abendbrot gegessen und kurz vor um 9 sind sie dann ihr Zimmer. Heute Morgen habe ich erfahren, dass das gerade ihre Flitterwochen sind und sie insgesamt 4,5 Wochen unterwegs sind. 3 Wochen Namibia, 4 Tage Kapstadt und dann noch eine Woche Mauritius. Kurz nach 9 sind sie dann auch abgereist und ich habe dann unten wieder gearbeitet. Jetzt sitz ich wieder an der Bar und warte auf die nächsten Gäste, die heute kommen. Es sind heute 35°C. Der Sommer kommt so langsam.



Sonntag, 13. September 2015
Tag 41 – 6 Wochen geschafft – noch 52 Tage…
Wird nur ein kurzer Bericht, da es schon recht spät ist. Bilder folgen ein anderes Mal.
Die Woche also im Schnelldurchlauf.

Montag
Kurzer Rückblick: Die Gäste waren am Sonntag schon um 8Uhr ins Bett gegangen. Deren Tourguide hat sich noch eine Flasche Rotwein gekauft und hat sich damit draußen an unseren Aussichtspunkt gesetzt und hat sich den Sternenhimmel so lange angeschaut bis die Rotweinflasche dann irgendwann alle war :D Sonntagabend gegen 22Uhr klopfte es auf einmal an meine Tür! Wie ich natürlich so bin hatte ich erstmal Panik, aber zum Glück hatte Anna dann gleich gesagt, dass sie es ist. Ihr ging es gar nicht gut und ich habe ihr dann eine Tablette gegeben.
Am Montag haben die Gäste erst 9.15Uhr gefrühstückt und sind gegen 10 gefahren. Da es Anna immer noch nicht gut ging, haben wir dann nur schnell das Geschirr abgewaschen und ich habe Anna dann zum ersten Mal alleine nach Hause gebracht. Ist schon gewöhnungsbedürftig auf der linken Seite zu fahren, wobei ich mich langsam dran gewöhnt habe. Wird dann in Deutschland wieder eine Umstellung. Ich habe dann noch ein bisschen gearbeitet. Am Nachmittag habe ich am Laptop gearbeitet und Christiane und ich sind 17.30Uhr direkt hochgefahren um noch spazieren gehen zu können. Jetzt ist es ja länger hell. Da kann man nach der Arbeit noch was machen. Wir sind den 5km Wanderweg gelaufen.

Dienstag
Ich habe am Vormittag mit Christiane zusammen die Wanderwege fertig gestellt. Es war extrem eisig draußen durch den Wind. Wir waren gegen 11.30Uhr fertig und sind dann nochmal runter gefahren. Guido hatte ein paar Arbeiter aufgetrieben, mit denen er die Rinder eingetrieben hat. Diese mussten nämlich in einen kleinen Kamm gebracht werden, um dann zu entscheiden, welche verkauft werden sollen. Ich hatte dann den restlichen Tag wieder normal am PC gearbeitet.

Mittwoch
Gegen 8Uhr sind wir nach Maltahöhe gefahren, um ein paar Sachen zu laminieren, Anna abzuholen, einzukaufen und mein Paket von der Post abzuholen  Danke liebe Eltern! Das laminieren haben wir bei den Besitzern von der Tankstelle gemacht. Aileen war dann zwischenzeitlich mal kurz raus, um zu tanken. In dem Moment kam der Besitzer und hat mir ein Bier angeboten :D Ich hatte es abgelehnt, was er natürlich gleich Aileen erzählt hatte, weil er mich einfach nur ärgern wollte. Nachmittags habe ich oben auf die Gäste gewartet. Die 3 Damen waren echt gut drauf. Sie kamen gegen halb 4 hatten ihre Sachen ausgepackt und saßen eigentlich den ganzen Nachmittag an der Bar und wir haben uns unterhalten. Da verging die Zeit auch mal recht fix.

Donnerstag
Wir haben uns morgens von den Gästen verabschiedet, weil wir zu einer Rinderauktion gefahren sind, wo auch Guido 34 Kälber verkaufen wollte. Es war ganz interessant, auch wenn man kaum was verstanden hatte, weil die Afrikaans geredet haben. Es wurden immer ein paar Rinder auf die Waage getrieben, dann hatte man oben eine Anzeige auf der Stand, wie viele Rinder auf der Waage sind, wie viel sie zusammen wiegen und wie viel eins im Durchschnitt wiegt und dann wurde geboten. Guidos Rinder kamen erst an 54. Stelle. Es zog sich dann doch alles sehr. Es ging um 10Uhr los und 13Uhr waren die von Guido erst dran. Es waren auch viele deutsche Farmer da. Haben dort dann auch noch Mittag gegessen und sind dann wieder zurück gefahren. Ich habe dann wieder Anna nach Hause gefahren und habe dann noch ein bisschen unten gearbeitet. Abends hatten wir dann auf einmal kein Internet mehr.

Freitag
Dachten erst das es am Router liegt, aber dann stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass es unten auch keins gab. Die Rechnung wurde wohl seit 3 Monaten nicht bezahlt :D Aber da Aileen und Guido sowieso nach Maltahöhe wollten, konnten sie das regeln und ab mittags hatten wir dann auch wieder Internet. Da die beiden erst recht spät aus Maltahöhe wieder kamen, konnten Christiane und ich etwas länger Pause machen.

Samstag
Ich habe vormittags normal gearbeitet und ab Nachmittag hatte ich dann frei. War schön mal wieder so richtig frei zu haben. Lag dann erst eine Weile im Bett und habe dann mit Christiane den Geburtstagskuchen für Lilly dekoriert. Dann habe ich mich den restlichen Nachmittag noch an den Pool gelegt. Gegen 17.30Uhr bin ich dann zur Wasserstelle gelaufen und habe mich eine halbe Stunde auf den Hochsitz gesetzt, aber es kam leider kein Tier vorbei. Christiane war wieder spazieren gewesen, kam aber lange nicht wieder und es war schon richtig dunkel. Sie hatte sich ein bisschen verschätzt, hat aber zum Glück den Weg im Dunkeln gefunden.

Sonntag
Heute hat Lilly Geburtstag wir sind um 9Uhr unten gewesen und da wurden erstmal alle Geschenke ausgepackt. War sehr begeistert. Dann gab es Frühstück und Geburtstagskuchen. Gegen 11.30Uhr sind Christiane und ich wieder gefahren und haben uns dann gegen 12Uhr auf eine Wanderung gemacht. Wir sind hoch aufs Plateau und wollten auf dem Plateau bis zum Hochzeitsfelsen laufen und dann unten vorbei am Farmhaus wieder zurück. Es war sehr warm heute und einen richtigen Weg gab es nicht. Wir mussten uns den selber suchen, über Steine hinweg und zwischen Dornenbüschen hindurch. Gegen wurde es dann echt anstrengend, weil die Konzentration nachließ und man immer öfter stolperte oder abrutschte. Wir mussten uns auch durch einen Zaun quetschen. Leider haben wir es am Schluss nicht ganz zum Hochzeitsfelsen geschafft. Haben etwas eher den Abstieg vom Plateau gewagt, welcher auch nicht allzu einfach. Unten angekommen sind wir dann Richtung Farmhaus gelaufen, wo wir dann ca. 16.30Uhr angekommen sind. Dort haben wir kur verschnauft und haben was getrunken. Danach sind wir dann aber mit dem Auto auf die Lodge gefahren. Guido und Aileen mussten in dem Moment als wir da waren sowieso auf die Lodge, weil Handwerker gekommen sind, die sich das mal alles anschauen wollten und da haben sie uns gleich mitgenommen. Ich habe dann noch Sachen gepackt, weil wir morgen für 3 Tage weg fahren.



Sonntag, 6. September 2015
Tag 34 - fast 5 Wochen – in 1,5 Wochen ist Bergfest :)
Montag war nicht viel passiert. Christiane, Guido und die Kinder haben Trophäen von einer Nachbarsfarm abgeholt. Die Gäste die bis Montag da waren sind auch schon ganz zeitig abgereist. Ich habe normal gearbeitet, ansonsten war der Montag nicht besonders aufregend.
Dienstag ist Guido nach Windhoek gefahren, um die Trophäen abzugeben. Vormittags habe ich unten im Farmhaus gearbeitet, nachmittags war ich dann oben, da wir wieder Gäste erwartet haben. Es war eine Familie mit 2 Kindern aus Deutschland, mit denen ich mich nachmittags lange unterhalten habe. Die eine Tochter war auch sehr an meinem Studium interessiert. Am Mittwoch hatte Guido Geburtstag. Wir haben vormittags einen kleinen Ridgeback von dem Roadhouse geholt, bei dem wir einen Woche vorher schon einmal waren.



Als Guido am Nachmittag mit seinem Kumpel aus Windhoek wieder kam, war er gleich sehr angetan von der Hündin. Die anderen zwei Hunde haben Lana, wie sie jetzt mittlerweile heißt sehr gut aufgenommen. Otto war die ersten paar Minuten nicht ganz so begeistert, aber Cathy hat sich immer schützend vor Lana gestellt. Christiane hatte in der Zwischenzeit, wo wir unterwegs waren, einen Kuchen für Guido gebacken. Wir hatten an dem Tag noch die 4 deutschen Gäste und gegen 12.30Uhr kamen dann auch noch zwei Deutsche Gäste. Ich habe dann wieder hier oben die Stellung gehalten. Gegen 17.15Uhr kamen dann Aileen, Christiane und die Kinder hoch und wir haben hier oben an der Lodge einen Sundowner gemacht. Guido und sein Kumpel kamen etwas später, weil sie noch die Motorräder vom Auto abladen mussten. Guido hatte sich nämlich eins in Windhoek gekauft. Wir hatten abends ein kleines Problem mit der Sicherung. Es ging dann nämlich kein Licht mehr im Restaurant und an der Bar, aber wir haben mit Verlängerungsschnuren Strom aus der Küche geholt. Abendessen gab es dann für alle hier oben und zum Nachtisch gab es für alle, auch für die Gäste Sekt und ein Stück Geburtstagskuchen. Außerdem wurde gesungen :D Aileen war dann mit den Kindern wieder runter gefahren und Guido und Dirk, sein Kumpel, sind noch eine Weile oben geblieben. Wir haben uns dann noch ein bisschen unterhalten. Am Donnerstag sind dann alle Gäste abgereist. Das Pärchen muss ausversehen den Zimmerschlüssel mitgenommen haben und die Frau von der Familie, hat sich bei Abreise ordentlich beschwert. Aber zu mir waren sie immer nett und wir haben uns gut verstanden und Trinkgeld gab es auch :) Den restlichen Tag hab ich dann wieder unten am Schreibtisch verbracht. Christiane und ich haben dann oben Abendbrot gegessen. Hatte mich ganz schön erschrocken, weil ich nicht wusste das Guido und Dirk auch oben sind. Sie saßen draußen und es war stockdunkel und ich hörte auf einmal nur zwei Stimmen, hatte aber mit niemanden hier oben gerechnet. Freitag ist Aileen nach Mariental gefahren und ich habe mit Christiane und den Kindern die Beschriftung von dem einen Wanderweg erneuert. Waren eine ganze Weile unterwegs und die Kinder sahen hinter her auch ganz schön farbig aus :D Dadurch, dass die Männer erst spät wieder von der Jagd wieder kamen und wir somit länger unten waren, sind wir auch erst später nach der Mittagspause wieder runter gefahren. Aileen war auch gerade erst aus Mariental wieder gekommen. Romy hat eine kleine Modenschau veranstaltet, weil Aileen ganz viele neue Sachen gekauft hat. Außerdem gab es dann noch Kaffee und Kuchen, so dass ich dann nur nochmal eine Stunde gearbeitet habe. Abends gab es dann Braai, die südafrikanische Art des Grillens.





Allerdings saßen wir Frauen dann allein am Feuer, weil die Männer noch ein Zebra geschossen haben, es aber eine ganze Weile in der Dunkelheit nicht gefunden haben und außerdem mit ihren Motorrädern unterwegs waren, sodass Guido erst noch ein Auto holen musste. Aber anschließend mussten sie es auch noch fix ausnehmen. Die Kinder lagen dann schon im Bett. Gab dann gegen 21Uhr Abendbrot. Samstag sollten wir warum auch immer wieder 8.30Uhr unten sein. Christiane und ich haben den Abwasch vom vorherigen Abend gemacht und die Männer waren noch mit dem Zebra beschäftigt. Aileen hatte noch fix Couscous Salat gemacht. Aber während die anderen dann alle erstmal gefrühstückt haben, wussten Christiane und ich nicht so richtig was wir die ganze Zeit noch machen sollten. Wir wollten dann gegen Mittag zu Franziska auf die Nachbarfarm fahren. Also haben wir dann bewässert und die restliche da gesessen. Gegen 11.30Uhr sind wir dann los gefahren. Wir Frauen mit dem Auto und die Männer auf dem Motorrad. Wir sind über die Farm gefahren, bis zum Grenzzaun und dann rüber auf Franziska ihre Farm, wobei wir eine ganze Weile gebraucht haben, um das Schloss am Zaum auf zu bekommen :D Franziska ihr Farmhaus ist das komplette Gegenteil zu Aileen ihrem. Es war alles so grün. Fast wie im Urwald. War richtig schön dort. Leider habe ich keine Fotos gemacht :/ Dort angekommen, gab es erstmal Kaffee und Kuchen und wir haben uns alles ein bisschen angeschaut. Später kamen dann noch Gäste mit zwei kleinen Kindern. Das war vor allem für Romy schön. Franziskas Mann, Guido und Dirk sind dann wieder auf Jagd, waren aber relativ fix wieder da, mit zwei Springböcken. Die Leber gab es dann direkt zum Abendbrot. Wurde nämlich wieder gegrillt. Das Feuer war schon relativ zeitig an, aber wir haben erst sehr spät gegessen. Die Kinder waren dann auch irgendwann eingeschlafen und wir sind 21.15Uhr wieder gefahren. Lana hatten wir auch mitgenommen. Die ganze Fahrt bis zu Franziska hat ca. 45min gedauert.
Diese Nacht war Zeitumstellung angesagt. Jetzt haben wir wieder die gleiche Zeit wie in Deutschland, allerdings wurde uns eine Stunde Schlaf geraubt. Ich darf heut wieder arbeiten, da wir Gäste erwarten. Die ersten tauchten schon 12.30Uhr auf. Sind 3 Holländer mit einem Tourguide. Später kommen dann noch zwei Deutsche. Also bin ich hier wieder den ganzen Tag beschäftigt. Ich hoffe, dass ich nächstes Wochenende ein bisschen frei habe, weil wir da keine Buchung haben. Jetzt sitz ich hier wieder die Zeit ab und warte und warte und warte...